Das kann ich nicht tragen

Rockabilly - Der Stil steht mir nicht

Warum eigentlich nicht? Und was bedeutet Rockabilly-Stil für Dich?

 

Gibt es ihn eigentlich? DEN Rockabilly-Stil? 

Natürlich wollen wir hier nicht von Musik reden, sondern von der Kleidung. Und hier konzentrieren wir uns einmal wieder auf die Damenkleidung. Obwohl es bei den Herren sicher auch viel zu erzählen und philosophieren gäbe.

 

Aber nun bin ich nun einmal eine Frau und fühle mich auf diesem Gebiet dann einfach auch etwas sattelfester.

 

Wie sieht er denn nun aus - der Rockabilly-Stil?

Spontan fällt da wahrscheinlich jedem das Outfit mit Pünktchenkleid ein. Pünktchen, Kirschen, Bandanas, Tellerröcke und Petticoats.

 

 

Ja - genau so stellt man sich ein Rockabilly-Girl vor. Aber was ist denn mit den Ladies im Worker-Outfit? Was ist mit Bleistiftkleidern, Zigarettenhosen und Jeans?

 

Damals waren auch schon Hosen sehr beliebt. Auch wenn viele das heute gerne vergessen.

 

Ich bin ja eigentlich Verfechterin der Theorie: ein Tellerrock steht jedem, man muss ihn nur richtig kombinieren.

Aber vor einigen Wochen musste ich diese Meinung noch einmal überdenken:

 

Ich hatte Besuch von einer jungen Dame. Ihre Freundin hatte bereits einen Tellerock und einen Petticoat bei mir gekauft und sah einfach zauberhaft aus.

 

Dieses - ich nenne es jetzt einfach mal - Mädchen aber sah in dem anprobierten Rock irgendwie fehl am Platz aus. Auch die anderen Designs und Farben die wir testeten machten es nicht besser.

 

Man sah auch sofort: sie fühlte sich nicht wohl und sie war nicht glücklich mit dem Outfit.

 

Nun ist mein Ziel aber bei jeder meiner Damen in Lächeln ins Gesicht und ein Strahlen in die Augen zu zaubern. 

Also brauchten wir hier einen neuen Ansatzpunkt.

 

Ich fragte sie, warum sie denn unbedingt einen Tellerrock haben wolle und sie erklärte mir, dass ein schwingender Rock und ein Petticoat ja schließlich diesen Stil ausmachen würden.

 

Ganz offensichtlich war sie aber kein Rock-Typ und es stellte sich auch heraus, dass sie kein einziges Kleid oder keinen Rock besitzt, da sie nach ihrer Aussage kein "typisches Mädchen" sei. Sie sei schon immer lieber mit Jungs unterwegs gewesen und eher der derbere Typ.

 

Damit war das nächste Test-Outfit ganz klar: ich steckte Sie in eine Pedal-Pusher Jeans, krempelte den Saum ein kleines Stückchen hoch und gab ihr eines unserer gestreiften Shirts. 

 

Bevor ich Sie in den Spiegel schauen lies, band ich ihr ein Bandana in die Haare.

 

Erst dann durfte Sie sich im Spiegel betrachten.

 

Das Ergebnis war umwerfend. Als sie in den Spiegel sah, fing sie an zu strahlen. Auch dieses Outfit war im Stil der 50-er Jahre gehalten, aber entsprach viel mehr ihrer Persönlichkeit. Und sicher wird sie das auch tragen im Gegensatz zu einem Rock der dann irgendwo im Schrank verstauben würde, weil Sie sich darin nicht wohl fühlt.

 

Was ich Euch damit sagen möchte: es gibt so viele unterschiedliche Stile und Spielarten, die alle aus dieser Zeit stammen. 

Warum sollten wir uns denn so festlegen auf ein bestimmtes Outfit.

Wir sind alle besonders und individuell - lasst uns das auch zeigen!

 

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